Die richtige Rollengröße wählen
Wenn du neu im Inline-Skaten bist, wirst du schnell feststellen, dass es Rollengrößen von 55 mm bis 125 mm gibt. Das kann ganz schön verwirrend sein, weil bestimmte Größen ganz gezielt für bestimmte Disziplinen entwickelt werden. Im Folgenden findest du die gängigsten Rollengrößen, die du kennen solltest, wenn du deine Rollen wechselst oder deinen Skate anhand der Rollengröße auswählst.
Beginnen wir mit den wichtigsten Rollengrößen auf dem Markt, von klein bis groß: 80 mm, 90 mm, 100 mm, 110 mm, 125 mm. Die Rollengröße ist immer der Durchmesser in Millimetern. Jetzt schauen wir uns die Vorteile der einzelnen Größen an – jede Richtung bringt natürlich auch Nachteile mit sich.
Eine kleinere Rolle wie 80 mm oder 90 mm gibt dir mehr Stabilität, weil sie deinen Skate sehr nah am Boden hält. Ein niedrigerer Schwerpunkt sorgt automatisch für mehr Stabilität, was deinen Fortschritt am Anfang enorm erleichtert.
„Die größeren Rollen waren ein echter Game-Changer in der Welt des Racings. Mit größeren Rollen wird dein Rollgefühl sofort besser und du kannst deine Geschwindigkeit leichter halten. Größere Rollen sind ganz klar ein einfacher Weg, deine Marathon-Zeit zu verbessern, zum Beispiel in Berlin.“ Bart Swings
Kleinere Rollen wie 80 mm und 90 mm lassen sich leichter von Kante zu Kante bewegen und steigern die Wendigkeit deines Skates enorm. Es macht riesig Spaß, sich schnell drehen zu können, und der Skate fühlt sich super verspielt an.
Die 100 mm sind die erste Größe, die als „große Rolle“ gilt. 100 mm bieten den besten Kompromiss zwischen Stabilität, Wendigkeit, Komfort und Geschwindigkeit.
Die nächste Größe, 110 mm, vermittelt ein Gefühl, bei dem das Rollerlebnis spürbar besser wird. Je größer die Rollen, desto leichter kannst du deine Geschwindigkeit halten. Wenn du den Effekt des mühelosen Rollens magst, ist das eine sehr gute Wahl.
Die 125-mm-Rollen sind die größten Rollen, die du leicht auf dem Markt findest. Ihr Hauptvorteil ist der Komfort. Damit kannst du auf fast jedem Terrain skaten und ein Großteil der Vibrationen, die du bei kleineren Rollen spürst, wird gefiltert.
„Verschiedene Rollengrößen auszuprobieren ist ein echter Bonus und hilft dir, unterschiedliche Skating-Skills zu entwickeln. Im Racing schränken die Regeln deine Wahl meistens je nach Alterskategorie ein. Im Marathon hast du noch ziemlich viel Spielraum, und manchmal ist ein 4x110 mm besser als ein 3x125 mm. Wenn du in Topform bist, ist 3x125 mm das Beste, aber wenn du etwas außer Form bist, ist es eine gute Option, auf 4x110 mm zurückzugehen.“ Pascal Briand – Pro-Speed-Team-Manager
Fassen wir das in einer Tabelle zusammen:
|
|
80mm |
90mm |
100mm |
110mm |
125mm |
|
Stabilität |
++ | + | + | - | -- |
Wendigkeit | ++ | + | + | - | -- |
Geschwindigkeit | -- | - | + | ++ | +++ |
Komfort | -- | - | + | ++ | +++ |
Im Racing muss die Rollengröße zudem den Vorgaben des internationalen Verbandes entsprechen. Inzwischen ist das ein Standard, den die meisten nationalen Verbände übernommen haben.